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Forstwirtschaft Eichenprozessionsspinner an Einzelbäumen bekämpfen Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur ein Forstschädling, er stellt auch eine gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung dar. Hintergrund: Thaumetopoea processionea ist laut einem digitalen Lexikon ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Die Raupen  des Nachtfalters attackieren zunehmend inganz Deutschland die Eiche. In wenigen Wochen können die nimmersatten Raupen  uralte Bäume kahl fressen, bevor sie als unscheinbare graue Schmetterlinge, nur etwas größer als Motten, davonflattern. Die  Raupen lieben es gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Exemplaren im Gänsemarsch auf Nahrungssuche. Forstleute  wollen schon Prozessionen von zehn Metern Länge gesichtet haben.  In fast der ganzen Republik wurden schon ganze Waldgebiete und Alleen zum Gefahrengebiet für Wanderer und Radfahrer  erklärt, weil die Larven ganz feine heimtückischen Härchen mit einem Nesselgift abwerfen, die vom Wind verbreitet werden.  Von Mai bis Juli herrscht die größte Gefahr für Mensch und Tier. Die feinen Brennhaare der Raupe des Eichenprozessionsspinners  enthalten ein Gift, das beim Menschen zu Überempfindlichkeits-reaktionen führen kann. Neben Hautirritationen wie starkem Juckreiz  und Pusteln können Atembeschwerden und Augenreizungen die Folge eines Kontakts mit den Brennhaaren sein. Die Beschwerden  werden in der Regel mit jedem weiteren Kontakt stärker.  Die Bekämpfung von EPS ist weder einfach und noch unumstritten. Großflächiger Einsatz von Hubschraubern, die Insektizide  versprühen, wie es die Forstwirtschaft gerne hätte, aber Naturschützer wegen der Nebenwirkungen auf andere Tierarten auf den Plan  ruft. Die Raupen dieses Schmetterlings schädigen in zwei Richtungen:  Die Eichen werden befressen, dabei kann es zu einem erheblichen Verlust an Blattmasse bis hin zum Kahlfraß kommen und  in der Folge zu einem Vitalitätsverlust der Bäume.  Die Brennhaare der Raupen können bei Kontakt durch den Menschen bei diesem zu Hautreizungen, Ausschlag und  allergieähnlichen Symptomen führen.  Vor der Einleitung von Gegenmaßnahmen ist zunächst die Frage zu beantworten, ob bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im  konkreten Fall der Schutz der Eichen im Vordergrund steht oder aber der Schutz der Menschen, die sich u. U. im Umfeld des Baumes aufhalten, vor  den gesundheitlichen Auswirkungen durch die Raupenhaare. Erfolgt eine Bekämpfung des Pflanzenschädlings nach Pflanzenschutzrecht mit einem Pflanzenschutzmittel  (z. B. Dipel ES auf der Basis von Bacillus thuringiensis) ist dann eine Ausnahmegenehmigung nach § 12 (2)  Pflanzenschutzgesetz erforderlich, wenn sich die Eichen auf nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch  genutzter Fläche befinden, z. B. im straßenbegleitenden Grün oder auf einem Hinterhof. Befindet sich die  Eiche auf einer regelmäßig gärtnerisch gepflegten Grünfläche, ist eine solche Genehmigung nicht  erforderlich. Wenn befallene Bäume sich auf öffentlich zugänglichen Flächen wie öffentlichen Parks und Gärten, Sport-  und Spielplätzen, Schul- und Kindergartengelände, Friedhöfen oder Flächen in unmittelbarer Nähe zu  Einrichtungen des Gesundheitswesens befinden, dürfen dort gemäß § 17 Pflanzenschutzgesetz nur  Pflanzenschutzmittel angewendet werden, die ausdrücklich von der Zulassungsbehörde für den Einsatz auf  Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, zugelassen oder genehmigt worden sind. Solche  Pflanzenschutzmittel gibt es derzeit nicht.  Einige Kommunen oder Landkreise, die mit starkem Auftreten des Eichenprozessionsspinners zu kämpfen  haben, erlassen Allgemeinverfügungen nach Ordnungsrecht zur Bekämpfung des  Eichenprozessionsspinners. Ziel ist zumeist eine konzentrierte Bekämpfungsaktion mit Bioziden zum Schutz  der Gesundheit der Bevölkerung. Eine solche Maßnahme liegt außerhalb des Pflanzenschutzrechts.  Bekämpfungsmaßnahmen sowohl mit Pflanzenschutzmitteln als auch mit Bioziden sind nur gegen die Junglarven des Eichenprozessionsspinners  effektiv. Je nach Witterung und Larvenentwicklung liegt der optimale, aber enge Bekämpfungszeitraum in Niedersachsen normalerweise etwa in der  letzten April- oder der ersten Maidekade.  Der EPS muss im urbanen Bereich zum Schutz von Mensch und Tier bekämpft werden Neben der Behandlung größflächiger Gebiete mit Hubschraubern oder Alleen mit Motorspritzen, stellt eine Besprühung einzeln stehender Bäume  oder kleine Gruppen von befallenen Bäumen in sensiblen Bereichen eine besondere Herausforderung dar. Die sogenannte Spritzbrühe muss  möglichst gleichmäßig auf den Blättern bis in die Krone aufgebracht werden.  Unsere Flugroboter mit eigenentwickelten Sprühanlagen stellen eine innovative und flexible Variante zur Ausbringung des Bekämpfungsmittels dar Vorteile auf einen Blick schnelle Einsatzbereitschaft vor Ort (wenn Larvenstadium erreicht) schwer zugängliche Bäume im Gelände einfacher zu erreichen vorab kann die spätere Operation Tage vor dem eigentlichen Einsatz beflogen und gespeichert werden GPS geführter Flug, nahes Heranfliegen an den zu behandelnden Baum Korrektur der Ausströmrichtung ,-winkels des Sprühmittels von der Bodenstation während des Fluges möglich Der gesamte Kronenbereich kann während des Fluges eingesehen und gezielt behandelt werden dadurch hoher Wirkungsgrad hinsichtlich Benetzung der Blätter Möglichkeit des Nachweises des Benetzungsgrades durch mitgeführte Kamera (Infrarot) geringere Drift als bei herkömmlichen Verfahren geringerer Pestizid- / Biozidverbrauch, ggü herkömmlichen Methoden geringe Maschinen- und Personalkosten gespeicherte Daten für wiederholte Flüge / Behandlungen für Folgejahre höhere Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber bisherigen Methoden kein schweres Gerät erforderlich (Schlepper mit Hochdruckspritzen, Hubbühnen, Steiger etc.)
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